Premiere am 23.11.2008 im Neuen Schauspielhaus
Regisseurin Henrike Vahrmeyer – musikalischer Leiter Alexander Seemann – Videodesigner Till Bottweck
Ein “Liederabend“ leicht, erfrischend, einwenig nachdenklich und mit einer guten Dosis Ironie. Auch haben sich neben der hervorragenden schauspielerischen Leistung musikalische „Aha“ Erlebnisse gezeigt. Wir haben die Darsteller ja schon in vielen Aufführungen bewundern können, aber man wird doch immer wieder aufs Neue überrascht.
Irene Kleinschmidt (z.B. mit Auszügen aus Franz Schubert und Friedrich Rückert) wie Siegfried W. Maschek (u.a. mit französischen Chanson und T.S. Elloit) und Christop Rinke (mit den fantastischen Vier sowie Major Tom) nicht nur schauspielerisch sondern auch gesanglich herausragend (eben halt Multitalente). Ferner Auszüge von Annie Lennox – Frank Sinatra
Auch sollen die weiteren Darsteller nicht unerwähnt bleiben, da auch Sie dazu beigetragen haben, dass die Inszenierung so präsentiert werden konnte:
Detlev Greisner (z.B. von Tom Waits), Susanne Schrader (Udo Lindenberg), Johanna Geißler (Björn), Mathis Julian Schulze (Tom Petty) und Alexander Seemann (musikalische Untermalung)
Dies sind nur Auszüge aus der Text und Musik Vielfalt….
Es ist dem Team sehr gut gelungen die „reale“ wie virtuelle Welt mit einander zu verknüpfen, die Darsteller in die Virtuelle Welt schlüpfen zu lassen oder sie aus dieser zu ausbrechen zu lassen.
Liebe, Anerkennung, die Kunst der Zweisamkeit / Einsamkeit und das Leben im Jetzt im Zwang sowie zwanglos…..
Ein schwieriges Thema gekonnt umgesetzt. Nicht jeder fühlt den Alltagstrott als Zwang. Einige brechen aus dem Zwang „Alltagstrott“ gelegentlich aus – die Anderen flüchten sich aus Ihrer „Zwanglosigkeit“ für kurze Zeit in den Regelzwang. Wer entscheidet was die Norm ist, was absurd. Wir haben immer die Wahl unser Leben zu bestimmen, sogar täglich, stündlich. Wir entscheiden, ob der Lebensablauf zwanghaft ist. Gewisse Alltagsregel geben uns sicherlich Halt, sofern wir uns selbst nicht einengen lassen. Hört mehr auf Euer Gefühl, man kann auch viele Dinge kaputt denken.
Die Zeit um sein Leben zu leben ist begrenzt – damit kann auch die Liebe nicht ewig dauern. Wir ändern uns, nur merken wir die Veränderungen bei den Anderen und nicht an uns selbst. Meist bleibt von dem Gefühl Liebe, das Gefühl der Gewohnheit (das/die nicht unbedingt verkehrt sein muss). Ein Ende bedeutet immer einen neuen Anfang. Vielen erschließt er sich nicht sofort, aber er ist da.
Ein sehr junges Inszenierungs-Team, das mit diesem modernen Stück, es aus meiner Sicht schafft, jede Altersgruppe an zu sprechen.
Ich habe nur positives aus der Inszenierung mitgenommen – nicht über die „Zwänge“ zu jammern sondern ihnen das Beste zu entlocken…..
Gehen Sie in diese Aufführung um aus den vermeintlichen Zwängen positive Bilanz zu ziehen. In gewissen Situationen lässt sich der vorgegebene Alltagsablauf nicht unbedingt ändern, aber wir haben genug weitere Zeit zur Verfügung um unser Leben in eigene, gewollte Zwänge zu leben…
You say goodbye - I say hallo
Christine Stukenborg Blickwinkel Kultur-Magazin 24.11.2008
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