Yasmina Reza Premiere Freitag, 06. Februar 2009, 19.30 Uhr Theater am Goetheplatz
Der Regisseur und Kabarettist Werner Schneyder hat das erfolgreiche Schauspiel „Der Gott des Gemetzels“ von Yasmina Rezas am 6. Februar 2009 um 19.30 Uhr inszeniert. Zwei die mit Ihrer satirischen, bissigen Ader hervorragend zusammen passen. Auch wenn es ein französisches Stück ist – es passt überall. Yasmina Rezas versteht es mit schneidender Rhetorik die Grenzen zwischen Zivilisation und Barbarei zu verwischen und zu zeigen, wie schnell eine Situation, in der sich die Beteiligten um Toleranz bemühen, umschlagen kann. Zur Geschichte: Zwei Elfjährige haben sich auf dem Schulhof geprügelt und einer hat zwei Schneidezähne verloren. Nun sind die Eltern der beiden Jungen gefragt, die Angelegenheit zu klären. Wie es sich in der gutbürgerlichen Gesellschaft gehört, setzen die Ehepaare sich zusammen und gehen den Vorfall gemeinsam durch. So beraten Alain und Annette mit Véronique und Michel bei Kaffee und Gebäck, wie man pädagogisch richtig auf Opfer einwirkt. Die vier sind genauso konsensbemüht und politisch korrekt, wie es sich in unserer westlichen Gesellschaft gehört. Doch der Nachmittag der vier gerät aus den Fugen und entwickelt sich regelrecht zu einer ungeahnten Zimmerschlacht. Schon vor einiger Zeit standen die Stücke „Kunst“ und „Drei Mal Leben“ der französischen Autorin mit großem Erfolg am Theater Bremen auf dem Spielplan.
Eine überaus hervorragende Besetzung, die mit gekonnt gespielter Leichtigkeit die vermeidlich korrekte, gutbürgerliche Gesellschaft vertritt. Die Verlogenheit, die mit der Zeit an die Oberfläche kommt. Ein kleines Problem – eine große Wirkung.
Eure Stuki Christine Stukenborg Blickwinkel Kultur-Magazin www.kultur-magazin.eu 07.02.2009
Besetzung Inszenierung Werner Schneyder Bühne und Kostüm Monika Gora Véronique Houillé Eva Gosciejewicz Michel Houillé Martin Baum Anette Reille Susanne Schrader Alain Reille Guido Gallmann
Rezension schreiben
weitere Veröffentlichung auf: LIVE-PR E.N.A. European News Agency
|