"Was glaubst Du?"
"Der Gott des Gemetzels"
"Ich, Peer Gynt"
"8 Väter"
Das A.K.System
"der Menschenfeind"
"You say goodbye - I say hallo"
"Das Gespenst von Canterville"
"Der zerbrochene Krug“
"Petra von Kant“
"Zur schönen Aussicht"
"Bakchen"
"Die Zauberflöte"
"Gegen die Wand"
"Nabucco"
"Rienzi"
"La finta giardiniera"
"Salome"
"Der Sandmann"
Stephan Schrader - Cello
"Wohin"
"Largo"



Jenny Fesel, Julia Engelmann, Jos Neuhoff



Premiere am 22.01.2009 im Brauhauskeller

Noch ein Familiendrama…… voller Skepsis bin ich in die Premiere gegangen, kann die Welt noch ein Familiendrama gebrauchen – ja - . "8 Väter" - ein Stück das mich zum Nachdenken gebracht hat . Eine spannende Umsetzung der Befragung durch Jugendliche verschiedener Familien und ihren Situationen durch die Autorin Tina Müller. Inszeniert wurde das Stück von Tanja Spinger.

Die Geschichte des jungen Erwachsenen Nico (in diesem Stück zwar weiblich, trifft aber auf Männlein und Weiblein zu), auf der Suche nach dem Vater. Hierbei schlüpfen die jungen Akteure Julia Engelmann, Jenny Fesel und Jos Neuhoff wechselnd in Rollen von Nico, der Mutter Rosa, der Stiefväter, Oma und Opa, Freunde, Gastfamilien in Amerika etc. und Johny Cash (zieht sich als Konstante durch das Stück). Eine Mutter die es nicht geschafft hat bzw. nicht die Möglichkeit hatte, für ihr eigenes Leben die Verantwortung zu übernehmen und dadurch mit der Verantwortung für Nico überfordert ist. Nico lebt die meiste Zeit bei den Großeltern. Der Vater von Nico der große Unbekannte, kommt bei der Mutter nicht gut weg. Er weiß nichts von der Existenz von Nico. Durch Hartnäckigkeit erfährt Nico dann doch den Namen und steht mit 19 Jahren vor dessen Tür. Während sie noch mit sich kämpft ob sie bei dem Fremden klingeln soll, gewährt Nico dem Publikum Einblicke in ihr Leben. Ein großes Kompliment an die jungen Schauspieler. ich war fasziniert wie gut sie aus dem Stand heraus in die jeweils andere Rollen wechseln konnten. Julia Engelmann, Jenny Fesel und Jos Neuhoff haben es geschafft das Publikum zum Lachen und zum Nachdenken zu bringen. Ein Stück das anregt, die Vorgehensweise bei/in Adoptions- , Pflege- , Patchwork- Ein-Elternteil-Familien und „normalen“ Familien zu überdenken.

Fazit: die Ungewissheit ist grausam, lässt immer Spielraum für nagende Zweifel. Ist es nicht möglich, von Anfang an die Karten offen auf den Tisch zu legen. So haben die Kinder auch nicht das Gefühlt, dass es da noch etwas Unbekanntes / Unerledigtes gibt in ihrem Leben. Am Ende begegnen sich dann nicht Fremde mit den gleichen Genen – sondern beide Seiten sind vorbereitet. Kinder müssen mit Offenheit und Vertrauen aufwachsen, dann finden sie auch ihren Platz im Leben.

Eure Stuki
Christine Stukenborg
Blickwinkel Kultur-Magazin
www.kultur-magazin.eu
23.01.2009

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Jos Neuhoff und Jenny Fesel






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