Das A.K.System im Blickwinkel Kultur-Magazin


Fotos: Jörg Landsberg


Das A.K.System

Premiere am 20.01.2009 im Moks in Bremen

„Wir brauchen eine große Idee- Finde was, und ich kümmre mich um den Rest“

Es gibt Sturmwarnungen im A.K.-System. Das vorzeige Unternehmen droht zu platzen. Übrig bleibt die heiße Luft, mit der es aufgebaut wurde - und die Menschen, die am Wachstum der Firma gewachsen und gescheitert sind.

Teambesprechungen mit Rhetorik – zwar noch nicht vom feinsten – aber auf dem besten Weg – viel und doch nichts gesagt…..

Das A.K.-System ist ein renommiertes Unternehmen, angeführt vom gesichtslosen Unternehmer A.K. Lionel Spycher nimmt uns mit ins Büro einer Dependance des Systems. Projektleiter Patrick Messi versucht mit seinem Team, dem Bankrott entgegen zu arbeiten und ist dabei auf der Suche nach der großen Idee. Gerüchte von der Übernahme durch die Japaner lähmen die Arbeitskraft der Mitarbeiter. Hinzu kommen privat-geschäftliche Konflikte. Jeder der fünf Mitarbeiter versucht anders, mit dem drohenden Untergang umzugehen. Fiona als stilles Mäuschen. Marina meint ein Kind von Ihrem Kollegen Arthur zu „erwarten“, ist sich aber nicht sicher ab sie es haben will oder nicht. Steht doch die Karriere auf dem Spiel. Arthur ist für Ihr Kariere und muss sich im Streit sagen lassen, das eventuell auch Messi als Vater in Frage kommt……. Arthur zieht aus all den Problemen die Konsequenz und wechselt zur Konkurrenz. Sein Leben endet tragisch. Und Ines hat mit den Opfern, die sie ihrer Karriere wegen erbracht hat, zu kämpfen.
Messi übt Stressbewältigung durchs Gärtner auf der Firmenterasse.
Humorvolle, aber auch auf tiefgründig bittere Weise kann man Das A.K.-System in der Banalität des Büroalltags beobachten. Ein Chef, der sich so allmählich in Nichts auflöst und ein mehr oder weniger ratloses Team zurück lässt. Unter der Spannung der Firmenpleite, die bis zum Ende ein Rätsel für das Team bleibt, werden nach und nach menschliche Tragödien aufgedeckt.

Unternehmen in der Krise - weggeschaut / ignoriert gemäß dem Motto, was ich nicht sehe oder höre, was ich nicht anspreche, existiert nicht – betrifft mich nicht. Oder lasst uns die Probleme wegdiskutieren / tot reden…. Sitzen wir es aus. Etwas bzw. Jemand wird schon helfen. Es gibt die ewig suchenden und die die finden. Es kommt auf die richtige Mischung und den Zeitpunkt an – wie so oft im Leben.

Vortrefflich gespielte Charaktere:

Marina – Johanna Geißler
Ines – Gabriele Möller-Lukasz
Fiona – Franziska Schubert
Arthur – Jochen Klüßmann
Messi – Stephan Szász
A.K. – der große Unbekannte

Inszenierung – Hüseyin Michael Cirpici
Bühne und Kostüme - Sigi Colpe
Musik – Peter Schilske
Dramaturgie – Claudia Leutermann

Eure Stuki
Christine Stukenborg
Blickwinkel Kultur-Magazin
www.kultur-magazin.eu
21.01.2009

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