von Giuseppe Verdi
Wiederaufnahme am 31.10.2008 im Theater am Goetheplatz
Zerrstörung, Wahnsinn, Intrigen, Hass und Liebe können nicht besser verknüpft dargestellt werden. Die alttestamentarische Geschichte der Zerstörung des ersten jüdischen Tempels 586 vor unserer Zeit durch Nebukadnezar (ital. Nabucco) und der anschließenden Verschleppung des Volkes ins babylonische Exil gehört zu den traumatischen Mythen der israelischen Historie und bildet den geschichtlichen Hintergrund der Handlung, verbindet aber die Zerrstörung in der heutigen Zeit mit eindruckvollen Bilder. Diskret im Hintergrund – wirkungsvoll berührt. Ein eindrückvolles Bühnenbild ohne jeglichen Schnickschnack ebenso die Wahl der Kostüme. Es geht nicht nur um das Vergangene, sondern zeigt dass die Oper auch zu der heutigen Zeit Bezug findet. Zerrstörung, Wahnsinn, Intrigen, Hass und Liebe lassen sich nicht mit der Vergangenheit begraben. Sie entfalten sich immer wieder neu, meist aber mit dem gleichen Ergebnis. Das Publikum wurde mit einbezogen, die Oper hat den ganzen Saal einbezogen. Eindrucksvolle Stimmen nicht nur auf der Bühne sondern auch vom 1. Rang. Rundum-Klang nicht nur aus den Lautsprechern. Ein ausgewogenes Zusammenspiel zwischen Orchester und Sänger.
weitere Aufführungen
Christine Stukenborg Blickwinkel Kultur-Magazin 01.11.2008
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GMD Markus Poschner Musikalische Leitung Márton Terts Inszenierung Karsten Wiegand Bühnenbild Bärbl Hohmann Kostüme Tabea Braun
Besetzung Chöre Tarmo Vaask Nabucco Juan Orozco Ismael Mihai Zamfir Zacharias Ethan Herschenfeld Abigaille Catherine Foster Fenena Tamara Klivadenko Oberpriester des Baal Loren Lang Abdallo Christian-Andreas Engelhardt Rahel Jung-Ae Noh
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